Ronny Funk
Anmeldedatum: 13.05.2005 Beiträge: 109 Wohnort: Berlin/ Panasonic E 85 H und EH 52
|
Verfasst am: 09.06.2005, 23:57 Titel: Wir kassieren als Ausgleich für Dinge, die wir verbieten |
|
|
Also, das ist doppelt unfair: Für Kopien kassieren, die aber zu großen Teilen verboten werden sollen.
In Deutschland wurde ja auch die Abgabe erhöht, als Ausgleich für Dinge, die jetzt verboten sind.
Raubkopierer sind Verbrecher, Rechteinhaber, welche die Demokratie und Meinungsfreiheit so nach und nach abschaffen, sind natürlich keine Verbrecher.
Klar, die Gesetzeslage, und diese ist wohl ohne Zutun der MI und FI entstanden.
Naja, ist das alte Spiel, denjenigen, die auf Raubkopien verzichten zeigen, dass ihre Ehrlichkeit schamlos ausgenutzt wird, wenn diese dann auf Raubkopien zugreifen, einen Anwalt losschicken, und zwar die Sorte, die so redegewandt ist, dass derjenige, dem z. B. ein Auto gestohlen wurde, am Ende bezweifelt, jemals ein Auto besessen zu haben.
Und was kommt als nächstes, ein Verbot, Lebensmittel einzufrieren?
Schließlich berührt das die Rechte der Lebensmittelhersteller.
Oder man nimmt sich die DVD-Recorder zum Vorbild und baut in alle Autos eine Tempobegrenzung auf 60 km/h ein und kriminalisiert den Ausbau.
Die Film- und Musikindustrie droht, auch mit solchen Slogans, wie "Ein Download kann sehr lange dauern".
Aber ich finde es leichtsinnig, dass nur der Verkauf von Kopierschutzknackern verboten wurde, der Verkauf von Steakmessern nicht.
Was, wenn der abgemahnte, dann es dem Anwalt "heimzahlt"? Gut, er wird wahrscheinlich bestraft und das hat zur Folge, dass der ermordete wieder aufwacht und aus seinem Sarg steigt, oder was?
Ich meine, es ist seltsam, dass jemand, der seine Kunden für mögliche Verbrecher hält, nur Angst um materielle Dinge hat.
Aber bei FI und MI ist manches seltsam, bei Erfolg prahlt man mit der eigenen Leistung, bei Misserfolg jammert man über die bösen Raubkopierer und wer sich im Internet eine nicht mehr erhältliche Aufnahme herunterlädt, hätte ohne diese Möglichkeit sich irgendeine CD mit völlig anderer Musik gekauft.
Was für eine Logik - und Anwälte spielen mit. Es wird Zeit, dass ein Anwalt mal an jemanden gerät, der es sich leisten kann, die Zahlung der Abmahnung zu verweigern und weitere Schritte zu riskieren. Ich hoffe, dass sie an einen Richter geraten, der im Autoradio eine CD hören wollte, aber wegen Kopierschutz nicht konnte oder der einen DVD Recorder hat, aber diesen nicht als vollwertigen Ersatz für seinen VHS Recorder nutzen kann, da die Kaufvideos sich nicht auf DVD überspielen lassen und auch nicht als DVD erhältlich sind. _________________ Gruß
Ronny F. |
|